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Meerschweinchen

 

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Heimat und Geschichte
 
Die ursprüngliche Heimat des Meerschweinchens ist Südamerika, es wurde bereits von den Inkas als Haustier gehalten. Im 16. Jahrhundert brachten die Spanier sie auch nach Europa.
Weltweit hat es viele Namen: 
  • Meerschweinchen
  • Cavia
  • Guineapig
  • Cochon d ´Inde
  • Conejillo
Wilde Verwandte:
  • Felsen-Moko
  • Große Mara
  • Baumstachler
  • Wasserschwein (wird bis zu 50 kg schwer).
Obwohl all diese Tiere auf den ersten Blick ganz verschieden sind, haben sie doch ein paar wesentliche Merkmale gemeinsam. Alle haben ein recht großen Kopf und die für Nagetiere typische "Hasenscharte" und alle haben an den Vorderbeinen vier und an den Hinterbeinen drei Zehen, deren Krallen hufartig verbreitet sind.
Meerschweinchen besiedeln in Südamerika die unterschiedlichsten Lebensräume: 
  • Gebirge
  • Flachland
  • Zum Teil sogar Sumpfgebiete.
Die Vorfahren unserer Hausmeerscheinchen, gehören zur Gruppe der Gebirgsmeerschweinchen, die schlanker und flinker als die plumperen Tieflandbewohner sind. Diese Wildform lebt auf Gelände in kleinen Bauen und Höhlen.
Die Tiere legen regelrechte Trampelpfade an, die sie auf ihren gemeinsamen Ausflügen immer wieder benutzen.
 
Nahrung
 
Die Hauptnahrung ist Heu. Wenn dieses zusätzlich von guter Qualität ist, lieben sie es besonders. Dazu brauchen sie natürlich auch jede Menge an Grünfutter. Am besten frisches Gras von der Wiese. Weiter sollen verschiedene Salate gereicht werden, sowie verschiedene Gemüse und Früchte. Nur Kohl und kohlähnliche Produkte dürfen wegen Blähungsgefahr nicht verfüttert werden. Körner und ähnliches Trockenfutter können zur Ergänzung gefüttert werden. Vitamintropfen können bei sonst einseitiger Ernährung ein guter Zusatz sein.  Zusätzlich sollte man immer Heu und hartes Brot anbieten. Als Beifutter und als Leckerbissen eignen sich frisches Obst und Gemüse. Da Meerschweinchen das Vitamin C nicht selbst bilden können, sollte man vor allem in der kalten Jahreszeit Vitamintropfen zum Futter geben.
in Salzleckstein verhindert den Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen.
Viel Grünfutter wie:
  • Löwenzahn
  • Gras
  • Alle Salatarten (außer Kopfsalat)
  • Karotten
  • Paprika
  • Äpfel
  • Birnen usw. 
Giftige Pflanzen sind:
  • Herbstzeitlose
  • Tollkirsche
  • Goldregen
  • Schwarzer Nachtschatten
  • Schierling
  • Hundspetersilie
  • Eibengewächse
 
Fortpflanzung
 
Die Tragzeit dauert zwischen 62 und 70 Tagen. Man sieht der werdenden Mutter die Trächtigkeit aber erst im letzten Monat an. Die Geburt findet normalerweise am Tag statt. Manchmal kommt es vor, dass ein Junges von der Mutter erdrückt wird. Normalerweise geht aber eine Geburt problemlos über die Bühne und das Männchen muss nicht entfernt werden. Es empfiehlt sich aber trotzdem das Männchen ein Weilchen zu entfernen, damit das Weibchen nicht gleich wieder gedeckt wird. Junge Meerschweinchen kommen im Gegensatz zu den Kaninchen vollständig entwickelt auf die Welt. Sie haben die Augen offen, besitzen bereits Zähne und ihr gesamtes Fell. Sie werden vom Weibchen etwa drei Wochen lang gesäugt. Die Jungen fressen am ersten Tag bereits Körner oder Gemüse. Junge Meerschweinchen strotzen vor Lebensenergie und sind bereits nach 4 Wochen (Weibchen) respektive. 5 bis 7 Wochen (Männchen) geschlechtsreif. Spätestens dann sollten die Männchen entfernt werden.
 
Krankheit
 
Das Meerschwein ist an und für sich ein robustes Tier
  • Milder Schnupfen:
    Können durch den Tierarzt gut behandelt werden.
  • Starke Erkältung, Durchfall oder Fieber:
    Behandlung schwierig und die Meerschweinchen sterben oft.
  • Ungeziefer:
    Bei Haarlingen, Flöhen sollte beim Tierarzt nach einem Spezial-Shampoo verlangt werden. Damit muss das geplagte Schweinchen nach Anweisung gebadet werden. (außer Kopfpartie mit Augen und Maul). Nach gutem Ausspülen des Shampoos sollte das Meerschweinchen sorgfältig ohne zu große Hitze trockengeföhnt werden. Weiter sind auch gute Ungeziefersprays auf dem Markt. Milben sind nicht von bloßem Auge ersichtlich wie z.B. Haarlinge. Wenn sich durch übermäßiges Kratzen auch kahle oder wunde Stellen im Fell entstehen, besteht großer Verdacht auf Milben. In diesem Falle unbedingt zum Tierarzt!
    Können durch den Tierarzt gut behandelt werden.
  • Zu lange Krallen:
    Können durch den Tierarzt gut behandelt werden.
    Kann mit der nötigen Vorsicht sogar selber gemacht werden.
    Bei einigen Meerschweinchen wachsen die Fußnägel über die normale Länge hinaus, können in die Fußballen einwachsen oder sich zu korkenzieherähnlichen Gebilden verformen. 
    Regelmäßige Kontrolle und richtiges Kürzen ist notwendig.
  • Zu lange Zähne:
    Kann der Tierarzt behandeln.
    Bricht dem Meerschwein ein Zahn ab, wächst er wieder nach. Allerdings muss man beobachten, ob es in dieser Zeit frisst. Wenn Probleme auftauchen, sollte man die Nahrung klein schneiden. Man kann auch Babybrei mit einer Pipette oder Spritze vorsichtig in den Mund einführen.
  • Durch eine angeborene Fehlstellung der Schneidezähne kommt es nicht selten zu einem ungehinderten Längenwachstum und dadurch zu Störungen bei der Nahrungsaufnahme. Manchmal gehen die Tiere auch zum Futter, können dieses aber nicht aufnehmen, Unterkiefer und Hals sind vom starken Speichelfluss nass. In diesem Fall sind durch falschen Abrieb Haken an den Backenzähnen im Ober- oder Unterkiefer entstanden, die die Zunge oder die Mundschleimhaut verletzen. 
    Auch hier ist regelmäßige Kontrolle und Korrektur der Zähne wichtig.
  • Bei übergewichtigen Meerschweinchen treten Ballenabszesse auf, die sich nach einer Entzündung der Fußballen bilden. Die Haut ist gerötet und es entstehen blutige Krusten, die ohne Behandlung nicht abheilen.
  • Blähungen:
    Vor allem im Frühjahr nach der ersten Grünfütterung kann es zu einer schmerzhaften Aufblähung von Magen und Darm kommen. Die Tiere atmen schnell und flach und haben einen dickeren Bauch als sonst. 
    Bleibt hier eine tierärztliche Behandlung aus, kann es zu Kreislaufstörungen und Atemnot kommen, die im aller schlimmsten Fall auch zum Tod führen können. 
  • Bei Meerschweinchen treten relativ häufig Abszesse und Tumore auf. Sollten Sie bei Ihrem Tier einen mehr oder weniger harten Knoten oder eine Umfangsvermehrung entdecken, bringen sie uns Ihr Tier möglichst schnell! 
    Sollte es sich um einen Tumor handeln, sind die Aussichten auf Heilung umso besser, je früher eine Therapie beginnt.
 
Lebenserwartung
 
Die Tiere werden durchschnittlich etwa 4 bis 6 Jahre alt. Bei einer guten Haltung und wenn andere Faktoren wie Erbgut, keine Krankheiten u.a. auch stimmen, können Meerschweinchen sogar 8 - 10 Jahre alt werden. Bei Rassetieren ist die Lebenserwartung etwas kleiner. 
 
Sozialverhalten
 
Meerschweinchen sind tagaktive Nagetiere, die am liebsten in Gruppen zusammen leben. Sie fühlen sich auch in Gesellschaft von Kaninchen wohl. Meerschweinchen lassen sich gerne streicheln und können sehr zahm werden. Meerschweinchen sind zutraulich und lassen sich gerne streicheln. Sie fressen gerne aus der Hand und sind die idealen Haustiere für Kinder. Ihre Haltung, Unterbringung, Ernährung und Zucht ist völlig unkompliziert.
Die Tiere leben in der freien Natur in kleinen Gruppen, deshalb bedeutet Einzelhaltung für sie seelischen Stress. Weibchen vertragen sich bestens, aber auch Männchen lassen sich zusammen in einem Käfig halten, wenn sie sich von klein auf gut kennen. Sie bilden Gruppen von 5-15 Tieren, die in Höhlen wohnen und sich von Kräutern und Gräsern ernähren.
Da Meerschweinchen Herdentiere sind, haben sie auch eine "Sprache" entwickelt, um sich verständigen zu können. Diese wenden sie selbstverständlich auch gegenüber dem Menschen an. Zur Begrüßung quietschen sie solange, bis man sich mit ihnen beschäftigt. Wenn Meerschweinchen sich wohl fühlen glucksen und gurren sie leise vor sich hin. Ärgert man sie, reagieren sie mit Zischen und Zähneklappern.
Wenn man zwei oder mehrere Tiere in einem großen Käfig hält, oder sie zusammen frei lässt, spielen sie miteinander nachlaufen. 
Hält man ein einzelnes Tier, sollte man sich Zeit nehmen, mit ihm zu spielen. Man kann mit einfachen Mitteln für sein Meerschweinchen einen "Abenteuerspielplatz" bauen. Aus zusammengeklebten Papprollen (z.B. von Küchenrollen) kann man ein Labyrinth bauen. Leitern für Vogelkäfige werden auch von den Meerschweinchen gern benutzt. Sie sind auch fähig, ihre Leckerbissen in Verstecken hinter Steinen oder Holzstücken zu finden. In eine Schachtel kann man mehrere Ausgänge und Fenster schneiden.
Meerschweinchen, die so gefordert werden, bleiben immer neugierig und aktiv. Sie werden keine abgestumpften Käfighocker.
 
Sonstiges
 
Damit das Meerschweinchen genug Bewegung macht, sollte man es ca. eine Stunde am Tag unter Aufsicht frei laufen lassen.
 
Sinnesorgane
 
Gehör
 
Bis zu einer Frequenz von 33000Hz.
 
Geruch
 
Etwa 1000mal besser als ein Mensch.
 
Sehen
 
Meerschweinchen können einige Farben unterscheiden z.B.: 
  • Rot
  • Gelb
  • Blau
  • Grün
  • Violett
  • Orange
 
Rassen und Farbschläge
 
Es gibt lang- und kurzhaarige Tiere, ihr Fell ist glatt oder mit Wirbeln, verschiedene Rassen und Farbschläge:
  • Normal- oder Kurzhaarmeerschweinchen: 
    Es ist für den Anfänger das geeignetste Tier, da die Langhaarrassen auch Haarpflege benötigen.
  • Schopfmeerschweinchen (crested=gekrönt):
    Engl. Crested: Der Schopf hat die Farbe des Körpers.
    Amerikan. Crested: Der Schopf ist weiß und hebt sich deutlich von der Körperfarbe ab.
  • Rosettenmeerschweinchen: 
    Das Fell weist Wirbel auf, dadurch stehen die Haare vom Körper bürstenartig ab.
  • Rex: 
    Das Fell ist kurz und fein. Es sieht zwar stachelig aus, ist aber weich.
  • Texel: 
    Der Kopf hat kurze Haare, der Körper hat ein langes, korkenzieherartiges Fell.
  • Peruaner:
    Das Fell ist lang und dicht und hat einen Scheitel auf dem Rücken. Dadurch hängen die Haare auf beiden Seiten des Körpers herab. Durch einen Wirbel auf der Stirn hängen sie auch ins Gesicht.
  • Sheltie: 
    Das Tier hat ein seidiges Haarkleid, links und rechts am Körper herabhängend. Am Kopf sind die Haare kurz und wachsen nach hinten.
  • Coronet
  • Teddy
  • Alpaka
  • Merino
  • Aguti - Meerschweinchen
  • Einfarbige - Meerschweinchen
  • Albino - Meerschweinchen
  • Himalaja - Meerschweinchen
  • Schecken - Meerschweinchen
  • Holländische - Meerschweinchen
  • Schildpatt - Meerschweinchen
  • Angora - Meerschweinchen (Peruanische Meerschweinchen)
 
Beim Kauf beachten
 
Man sollte sich beim Aussuchen seines Tieres Zeit lassen. Zuerst beobachtet man alle Tiere, die im Käfig sitzen. Dabei merkt man meist bald, welches Meerschweinchen einem am besten gefällt. Dann lässt man sich dieses Tier vom Händler herausnehmen und betrachtet es aus der Nähe. Man achtet dabei auf saubere und klare Augen, Atembeschwerden und ob das Hinterteil mit Kot verschmutzt ist. Das würde auf einen bestehenden Durchfall hinweisen.
 
Unterbringung
 
Der Käfig für ein Meerschweinchen sollte mindestens 100x50 cm groß sein, bei mehreren Tieren entsprechend größer. Damit das Meerschweinchen genug Bewegung macht, sollte man es ca. eine Stunde am Tag unter Aufsicht frei laufen lassen. Im Käfig sollte ein Unterschlupf, eine Heuraufe, eine standfeste Futterschüssel und eine Wasserflasche vorhanden sein. Die meisten Tiere trinken zwar sehr wenig, man sollte ihnen aber trotzdem immer frisches Trinkwasser anbieten. Der Käfig soll an einem hellen, warmen und zugfreien Ort stehen. Am wohlsten fühlt sich das Meerschweinchen bei Temperaturen zwischen 16 und 18° C. 
Als Einstreu eignen sich Sägespäne, Weichholzspäne, Heu oder Stroh am besten.  Jedoch kein Torfmull und kein Katzenstreu. Man streut 10 bis 20 cm hoch ein.
Wählen Sie waagerechte verzinkte oder matt verchromte Gitterstäbe. 
Die Bodenschale aus Kunststoff sollte etwa 16 cm hoch sein: Schalen über 25 cm Höhe nehmen den Tieren die Sicht. 
Im Schlafhäuschen sollten alle Tiere gleichzeitig Platz haben. Ist der Käfig groß genug, schätzen sie ein zweites Häuschen.
Ideal sind zwei Käfige - ein Spiel - und ein Schlafkäfig - die über eine Brücke verbunden sind. 
Im Käfig sollte es eine Trennwand geben, damit sich ein rangniederes Tier aus dem Blickfeld des ranghöheren zurückziehen kann.
Verändern Sie das Käfiginnere öfter, z.B. mit Backsteinen oder dicken Ästen. 
 
Pflege
 
Gesunde Meerschweinchen betreiben selbst ausgiebig Fellpflege. Lediglich langhaarige Tiere regelmäßig bürsten.
Reinigen Sie täglich Futter- und Trinkgefäße ihrer Meerschweinchen. 
Käfig samt Ausstattung zweimal wöchentlich mit heißem Wasser auswaschen und danach mit frischem Einstreu versehen.
Um ihre Zähne abzuschleifen brauchen die Tiere Nagematerial wie Zweige von Laub- und ungespritzten Obstbäumen.
Gönnen Sie ihren Meerschweinchen einen täglichen Freilauf von 1 bis 2 Stunden in einer vertrauten Umgebung.
Meerschweinchen sind sehr schreckhaft. Sprechen Sie die Tiere immer leise an, bevor Sie sich nähern.
Beschäftigen Sie sich ausgiebig mit ihren Meerschweinchen. 
Ein Freigehege tut ihren Meerschweinchen besonders gut. Sie vertragen jedoch keine Hitze und pralle Sonne.
Bauen Sie kleine Sandhügel und Kuhlen in das Freigehege.